Bericht Bridgetag

Die Hitzeschlacht

von Klaus Steurer

Unser diesjähriger „Bridgetag“ fand bei subtropischem Wetter statt, trotzdem hatten es sich 28 hitzeresistente Spielerinnen und Spieler nicht nehmen lassen an diesem traditionellen Turnier teilzunehmen. Leider waren zahlreiche Clubmitglieder aus persönlichen Gründen an einer Teilnahme verhindert, dieses Manko konnte jedoch durch fünf Gästepaare wettgemacht werden. Schon das gemeinsame Mittagessen führte zu größeren Schweißausbrüchen – ich wusste gar nicht, dass Essen so schweißtreibend sein kann. Es gab aber auch noch ein besonderes Wetterphänomen, denn in höheren Wolkenschichten gab es Saharastaub, der aber nicht in unser Essen geweht werden konnte, da dies großflächige Markisen beim Traxler verhinderten. Wenn Martin kurz aus der Küche auftauchte, musste man wegen seiner tiefroten Gesichtsfarbe fast befürchten, dass er kurz vor einem Schlaganfall steht. Dafür erreichte der Getränkeumsatz bestimmt Rekordwerte.

Dann rief Margit ins Haus zum Turnierbeginn, wo die Temperaturen auch nicht wesentlich zurückgingen. In ihren launigen Begrüßungsworten befasste sie sich diesmal mit Natur und den verschiedenen Aufgaben, die im Garten im Frühling anfallen. Von Peter war das Turnier wieder perfekt vorbereitet, allerdings erfolgte schon nach der ersten Runde der Ruf nach der Turnierleitung. Offensichtlich hatte man entweder die Plätze falsch eingenommen oder die Boards verdreht. Nach einiger Diskussion stellte sich jedoch heraus, dass es sich nur um einen „Sturm im Wasserglas“ gehandelt hatte, es war ohnehin alles in Ordnung abgelaufen. Bei den Blattverteilungen gab es überwiegend verteilte Blätter und nur wenige Extremverteilungen, sodass gute Durchführung und gutes Gegenspiel für ein gutes Ergebnis entscheidend waren.

Gerhard und ich stellten gleich am Anfang fest, dass wir auf jeden Fall bestes Herrenpaar werden würden, einschränkend muss ich allerdings sagen, dass es nur ein Herrendoppel gegeben hat, sonst spielten nur Mixed- und Damendoppel. Dass wir nicht nur bestes Herrenpaar waren, sondern darüber hinaus noch Gesamtsieger wurden, hat uns natürlich besonders gefreut.

Bei der Siegerehrung bedankte sich Margit besonders bei den Sponsoren dieses Turniers, Raiffeisenbank und Sparkasse sowie den Inhabern unserer Spiellokale Traxler, Streicher und Pöhn sowie besonders auch bei unserem Clubmitglied Elisabeth Koppensteiner, die die Turnierpreise, zahlreiche schöne Gartenbücher und Gartenkleinwerkzeug von ihrem Unternehmen „GartenLeben GmbH“ zur Verfügung gestellt hatte.

Dann wurde das Mehlspeisenbuffet freigegeben, das wieder zahlreiche Köstlichkeiten zum Genießen und Sündigen hinsichtlich der Kalorien anbot, für das wiederum die Damen des Vorstandes bzw. Ehegattinnen verantwortlich zeichneten. Das umfangreiche Angebot wurde sehr gut angenommen, ohne ein schlechtes Gewissen zu erzeugen, da ja doch tagsüber viele Kalorien herausgeschwitzt worden waren.

Es war, trotz Hitze, ein wunderschöner Turniertag, der allen in bester Erinnerung bleiben wird.